Fremdsprachen in der Waldorfschule - Heft 2

Wortschatzarbeit

Der Umgang des Erwachsenen mit dem Wortschatz hat mit dem paradiesischen Zustand vor dem Turm zu Babel angefangen, als er noch ein kleines Kind war.
Durch die Pubertät gelangte er als werdender Mensch einem dramatisch-tragischen, oft verzweifelten Umgang mit den Wörtern. Erst durch die Abstraktion, die mit der Pubertät einsetzt, findet der Mensch einen Ausweg aus dem Rumoren der Wörter … oder nicht. Dies sollte der Fremdsprachenlehrer bei der Wortschatzarbeit mit den Schülerinnen und Schüler im Hintergrund immer gegenwärtig haben. Zusammenfassend halten wir fest, dass man durch den passiven Wortschatz nur an das Gedankenmäßige der Sprache herankommt. Will man aber mehr als eine Sprache nur übersetzen können, dann muss man sie sprechen (oder schreiben) und nicht nur denkend nachvollziehen. Dieses Ziel erreicht man aber nicht durch Wortlisten, die den Gedanken, den Begriff sichern, sondern durch das Wecken von Sprechabsichten. Diese wiederum entstehen durch real-konkrete oder fiktiv-konkrete Situationen, die zum Sprechen führen. Aus ihren Samenkapseln ersprießen die Vokabeln wieder zu Worten.
Von verschiedenen Wegen in diesem Sinne mit dem Wortschatz umzugehen, handeln die Beiträge dieses Heftes.
Die Reihe richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die in den Fächern Englisch, Französisch und Russisch unterrichten. Sie will einzelne Themen aus dem Fremdsprachenunterricht übersichtlich und vielfältig zugänglich machen.
Titel Fremdsprachen in der Waldorfschule - Heft 2
Untertitel Wortschatzarbeit
Reihe Fremdsprachen in der Waldorfschule
Band 2
Autoren Alain Denjean, Marlies Ludewig, Natalia Plotkina, Catrine Ronner
Auflage 1. Auflage, 2011 (Softcover)
Verlag Pädagogische Forschungsstelle Stuttgart
ISBN 9783940606785
Umfang 64 Seiten
Format 14,8 x 21 x 0,4 cm
Preis 7,00 €
Bestellnummer 1580