Anstrengungsverweigerung

Untertitel: Eine Herausforderung für den Waldorfpädagogen
Status: laufend
Startdatum: 15.12.2018
Enddatum: 31.07.2021
Projektträger: Pädagogische Forschungsstelle Stuttgart
Projektverantwortliche: Maike C. Denk

Die Zahl der Kinder, die eine Leistungsverweigerung in welcher Form auch immer aufweisen, nimmt stetig zu. Damit finden sie sich auch immer mehr in den Klassenräumen von Waldorschulen. Verhaltensauffälligkeiten sind somit auch immer häufiger anzutreffen und stören den normalen Unterrichtsablauf. Auf Grund der Traumatisierung als Grundursache einer Leistungsverweigerung oder Anstrengungsvermeidung und den sich daraus ergebenen Verhaltensmustern scheitern gängige (anthroposophische) pädagogische Handlungsoptionen. ebenso können mit den Verhaltensauffälligkeiten einhergehende scheinbare Lernbehinderungen weder ordentlich diagnostiziert noch heilend therapiert werden. Dies wird zu einer unermesslichen Belastung und Herausforderung, nicht nur für das Kind selbst und seine Eltern, sondern vor allem auch für den verantwortlichen Waldorfpädagogen.

Erstmals soll daher in einem Buchprojekt das "Gesicht" der Anstrengungsverweigerung für den Waldorfpädagogen skizziert und ihre Ursachen in einer Traumatisierung und daraus resultierenden Bindungsstörung, auch aus einer anthroposophischen Perspektive, beleuchtet werden. In der Folge werden die Chancen und die Grenzen der Waldorfpädagogik im Umgang mit anstrengungsverweigernden Kindern aufgezeigt. Kernstück der Veröffentlichung sollen Handlungsempfehlungen für den Waldorfpädagogen sein, die ihr Augenmerk besonders auf die Beziehungsarbeit des Klassenlehrers, die Sinnespflege, die praktische Arbeit im Klassenzimmer und die Zusammenarbeit mit den Eltern richten. Vor allem sollen an dieser Stelle ebenso die Fallstricke der Waldorfpädagogik und der Umgang mit vermeintlichen Lernbehinderungen bei anstrengungsverweigernden Kindern adressiert werden.