Informationskompetenz

Zukunfsprojekt zur Stärkung der Medienmündigkeit mit der Buzzard App

10. Schuljahr
11. Schuljahr
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13. Schuljahr
9. Schuljahr
Medienkunde
Oberstufe

Projektbeschreibung

Das Projekt stärkt die Informationskompetenz von Schüler\:innen an Waldorfschulen angesichts von Fake News, Filterblasen und Vertrauensverlust in Institutionen. Mit der App „Buzzard“ und einem medienpädagogischen Konzept erproben Pionierschulen zeitgemäßen, handlungsorientierten Unterricht, um selbstständiges Urteilen und demokratische Meinungsbildung zu fördern.

Detaillierte Projektbeschreibung

Gesellschaftliche und technische Entwicklungen, insbesondere die Rolle der sogenannten Sozialen Medien, haben zu Phänomenen wie Fake News, Desinformationskampagnen, Filterblasen, Hass, Verschwörungstheorien und ähnlichen Erscheinungen geführt. Begleitet wird dieser Prozess von einer Erosion des Vertrauens in gesellschaftliche Institutionen. Es scheint nicht übertrieben, wenn von einer Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und unserer Demokratie gesprochen wird.

Angesichts dieser Situation stehen besonders junge Menschen vor der schwierigen Aufgabe der Orientierung und der verlässlichen Meinungsbildung. Informationskompetenz als Teil umfassenderer Medienmündigkeit ist eine Aufgabe, die Schule nicht dem privaten Verantwortungsbereich von Schüler:innen und Eltern überlassen  sollte.

Mit der Nachrichten-App „Buzzard“ steht für diese Aufgabe ein sehr differenziertes und wirkmächtiges Werkzeug zur Verfügung. Die Buzzard-Redaktion erstellt täglich eine Presseschau über 1.800 Zeitungen, Zeitschriften und Blogs, die bewusst dazu anregt, sich mit den diversen Blickweisen und Meinungen innerhalb des ganzen demokratischen Spektrums auseinanderzusetzen. Weitere Module wie beispielsweise die „Debatte des Tages“ ergänzen diese Hilfe zur Meinungsbildung.

Im Unterschied zu allen anderen Hilfsmitteln, die es auf diesem Feld bereits gibt, zeichnet „Buzzard“ sich durch eine Reihe von Alleinstellungsmerkmalen aus. Dazu gehören die Freiheit von Ablenkungen, Werbung und anderen ökonomisch geleiteten Interessen, die Aktualität, der enorm weite Blickwinkel und nicht zuletzt die Authentizität der Gründungspersönlichkeiten.

Ein solch komplexes Werkzeug führt aber noch nicht allein durch sein Vorhandensein dazu, dass es sinnvoll in den Unterricht integriert wird. Dem handlungs- und produktionsorientierten Prinzip der Waldorfpädagogik folgend, ist es sinnvoll, eine phänomenologische Erfahrungsbasis zu legen, um den Schüler:innen Selbstständigkeit im Urteilen, im Fühlen und schließlich auch im Handeln zu ermöglichen.

Dies will ein Team von erfahrenden Medienpädagog:innen gemeinsam mit ihren Pionierschulen im Rahmen des hier skizzierten Zukunftsprojekts leisten. Dadurch soll schließlich allen Waldorfschulen die Möglichkeit gegeben werden, ihr Unterrichtsnagebot zeitgemäß zu ergänzen. 

Dabei kann dieser erste Schritt auf dem Feld der Informationskompetenz auch Grundlage sein für ein darauf aufbauendes medienpädagogisches Schul- und Erziehungskonzept. 

Daten zum Projekt

Status Laufend
Start- & Enddatum 01.08.2022 - 31.07.2025
Projektträger Pädagogische Forschungsstelle Stuttgart
Projektverantwortliche Franz Glaw